Generation Z: Die wichtigsten Fragen und Antworten (2024)

Wer gehört eigentlich zur "Gen Z"?

Grob gesprochen sind es die derzeit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Je nach Quelle gehen die Definitionen auseinander, welche Jahrgänge genau zur Generation Z gehören. Die einen setzen früher an, die anderen später. Im Mittel sind es aber die Jahrgänge 1995 bis 2010.

Dass die Altersangaben nicht einheitlich sind, mag auch daran liegen, dass viele Experten das Alter gar nicht für das entscheidende Kriterium halten. Aus ihrer Sicht geht es eher um bestimmte Denk- und Verhaltensweisen. So gesehen könnte sich auch jemand zur "Gen Z" zählen, der schon in den Dreißigern ist. Zur Einordnung: Vor der Generation Z liegt die Generation Y ("Millenials"), nach ihr kommt die Generation Alpha.

  • Zum Artikel: Babyboomer, Gen Z, Millennials: Aus welcher Generation sind Sie?

Wie groß ist die Generation Z?

Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes vom Dezember 2022 hat die Generation Z einen Anteil von 12,03 Prozent an der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Zu diesen gut 12 Prozent wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gezählt, die zum Erhebungszeitpunkt zwölf bis einschließlich 26 Jahre alt waren.

Zum Vergleich: Die sogenannten Babyboomer (57 bis 66 Jahre) kamen auf 12,49 Prozent. Die größte Gruppe war die Generation X (42 bis 56 Jahre) - mit 16,68 Prozent.

Welche Werte und Einstellungen hat die Generation Z?

Verallgemeinern lässt sich natürlich nichts. Trotzdem geben verschiedene Studien eine Art roten Faden her. Das Augsburger Institut für Generationenforschung schreibt etwa, bei der "Gen Z" sei die "Karriere-Orientierung" vergleichsweise gering ausgeprägt. Dafür sei es dieser Altersgruppe wichtig, engen Kontakt zu Familie und Freunden zu haben. Und: Es gehe ihr um "Erlebnismaximierung".

Ähnlich liest sich das in einer Studie der Universität Bamberg: "Selbstverwirklichung wird nicht mehr nur in der Arbeit gesucht, sondern vor allem in der Freizeit und in den sozialen Kontakten."

Insgesamt stehen die Themen Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit bei der Generation Z stark im Fokus. Und das lassen sich die jungen Menschen laut der PWC-Studie "Gen Z is Talking. Are you Listening?" auch etwas kosten: Mehr als die Hälfte ist demnach zum Beispiel bereit, für Lebensmittel mehr Geld auszugeben, wenn "Bio" draufsteht. Und: Die "Gen Z" setzt auf Diversität in allen Lebenslagen, privat und im Job.

Was sind die größten Sorgen der "Gen Z"?

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation: Die jungen Menschen von heute erleben hautnah, was Krisen bedeuten, und machen sich dementsprechend auch mehr Gedanken über Sicherheit und Stabilität. Die größte Sorge ist für die Generation Z der Klimawandel, aber auch die Angst vor Wohlstandsverlust ist weit verbreitet. Außerdem macht sich die Generation Gedanken darüber, wie die Gesundheitsversorgung der Zukunft aussehen wird.

Inwiefern prägt die Digitalisierung den Alltag der Generation?

"Digital Natives 2.0" oder "Generation YouTube": So wird die Generation Z auch oft genannt, weil sie - als erste Generation - eine Welt ohne Handy, Notebook und Tablet einfach nie kennengelernt hat. Zwar waren auch die Vorgänger aus der Generation Y schon mit neuen Technologien konfrontiert. Die "Gen Z" aber ist mitten in dieser digitalen Welt groß geworden. Ihre Identität ist eng verbunden mit dem Online-Zugang.

Dabei hat eine internationale Studie des Center for Generational Kinetics ergeben, dass in der "Gen Z" viel mehr Menschen an die positiven Auswirkungen der Digitalisierung glauben als in allen anderen Altersgruppen. So gehen 64 Prozent davon aus, dass die künstliche Intelligenz einen positiven Einfluss auf die Welt haben wird, und 66 Prozent der Befragten aus der "Gen Z" gaben an, das Internet werde uns alle näher zusammenbringen.

Allerdings: Viele aus der Altersgruppe fühlen auch eine Art Abhängigkeit vom Netz. 58 Prozent gaben zu, sie könnten nicht länger als vier Stunden ohne Internetzugang auskommen. Ab dann fühlten sie sich unwohl.

Und was sollten Arbeitgeber über die "Gen Z" wissen?

Dass die Generation Z so intensiv in der digitalen Welt lebt, wirkt sich freilich auch auf ihre Jobsuche aus: Hier werden KI-gestützte Tools und Programme genutzt - wie CV-Matching oder Job Alerts. Heißt für Arbeitgeber: Wer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter aus dieser Gruppe gewinnen will, tut gut daran, seinen Internet-Auftritt und seine Karriere-Seite auch für Junge attraktiv zu gestalten.

Auch der so genannte "Cultural Fit" spielt eine Rolle: Je stärker die Werte und Einstellungen von Mitarbeitern und Arbeitgebern harmonieren, desto besser läuft die Zusammenarbeit, und desto länger binden sich Angestellte an Unternehmen.

Was durchaus als Herausforderung gilt: Laut einer Forsa-Studie vom Frühjahr 2023 zeigen sich junge Beschäftigte gegenüber Arbeitgebern deutlich weniger loyal als ältere. Sie kommen nicht unbedingt, um zu bleiben, und sie wissen genau, dass sie auf dem Arbeitsmarkt von heute wählen können. Wenn Arbeitgeber also Forderungen nach Homeoffice, Sabbaticals oder "Workation" (eine Kombination aus Arbeit und Urlaub) von vornherein ablehnen, könnten sie auf Dauer den Kürzeren ziehen.

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